{"id":3760,"date":"2021-03-12T09:19:58","date_gmt":"2021-03-12T08:19:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.reiser-st.com\/?p=3760"},"modified":"2021-06-02T14:49:07","modified_gmt":"2021-06-02T12:49:07","slug":"nachgefragt-dienstreisen-wahrend-der-corona-pandemie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.reiser-insight.com\/index.php\/2021\/03\/12\/nachgefragt-dienstreisen-wahrend-der-corona-pandemie\/","title":{"rendered":"&#8222;Nachgefragt&#8220; &#8211; Dienstreisen w\u00e4hrend der Corona-Pandemie"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eNachgefragt\u201c: In diesem Format m\u00f6chten wir \u2013 Clarissa und Sarah aus dem Team Human Relations (HR) \u2013 die Belegschaft zu verschiedenen Themen interviewen, um ihre ehrliche Meinung einzuholen und Sachverhalte zu betrachten. Gerne blicken wir hierf\u00fcr hinter die Kulissen und fragen direkt \u201eam Ort des Geschehens\u201c bei den Mitarbeitern genauer nach.<\/p>\n\n\n\n<p>Aufgrund von Kundenanfragen und laufenden Projekten ist es f\u00fcr uns unausweichlich gewesen, w\u00e4hrend der Corona-Pandemie Dienstreisen durchzuf\u00fchren.<br>Wie sich dies auf die Mitarbeiter ausgewirkt hat und wie sie die Reisen in Zeiten der weltweiten Corona-Pandemie empfunden haben, hat Sarah in Erfahrung gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie ist auf die Kollegen Matthias und Fabien, Mitarbeiter aus der Systemintegration, zugegangen, die erst k\u00fcrzlich Dienstreisen durchgef\u00fchrt haben und auf Nachfrage bereit waren, Ihre Eindr\u00fccke mit uns zu teilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Matthias und Fabien haben uns einen ehrlichen und offenen Einblick in die Abl\u00e4ufe und erlebten Herausforderungen bei Dienstreisen w\u00e4hrend der Corona-Pandemie gegeben. Sie berichten im Rahmen eines Interviews dar\u00fcber, wieso sie beinahe in eine handfeste Auseinandersetzung geraten sind und wieso manchmal Neid im privaten Umfeld aufgekommen ist.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sarah:<\/strong> <strong>Wohin gingen \/ bzw. gehen Eure Dienstreisen w\u00e4hrend der Corona Pandemie?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Matthias: Die Dienstreisen bei uns in der Systemintegration haben haupts\u00e4chlich in Deutschland stattgefunden. Beispielsweise sind wir nach Frankfurt, K\u00f6ln, Nordholz oder Fa\u00dfberg gefahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Fabien: Dies ist aber vor allem durch die aktuelle Auftragslage bedingt der Fall. Eventuell steht Mitte des Jahres eine Reise nach Australien an, das ist aber aktuell noch unklar.<\/p>\n\n\n\n<p>Matthias: Die Dienstreisen innerhalb Deutschlands haben wir in der aktuellen Zeit haupts\u00e4chlich mit Fahrzeugen durchgef\u00fchrt und sind weniger mit dem Zug oder dem Flugzeug angereist \u2013 diese Transportmittel nutzen wir ansonsten sehr gerne. In anderen Abteilungen im Unternehmen haben auch Dienstreisen au\u00dferhalb Deutschlands stattgefunden, zum Beispiel sind Kollegen nach Finnland oder Norwegen geflogen. Aber alle Reisen fanden meines Wissens nach innerhalb Europas statt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sarah<em>: <\/em>War bzw. ist es f\u00fcr Euch nachvollziehbar, dass die Dienstreisen trotz der Corona-Pandemie durchgef\u00fchrt werden mussten?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fabien<em>: <\/em>Projektbezogen lie\u00dfen sich die Dienstreisen nicht vermeiden, daher kann ich es schon nachvollziehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Matthias<em>: <\/em>Aus wirtschaftlicher Sicht war es f\u00fcr die Firma notwendig. Die Wirtschaft lief trotz Corona weiter. Ich kann nachvollziehen, dass manche Mitarbeiter nicht auf Dienstreisen gehen wollten, aber letztendlich braucht der Kunde das Produkt und das muss funktionieren \u2013 trotz Corona. Zudem haben die Firmen, bei denen wir w\u00e4hrend unseren Dienstreisen waren, die Einhaltung von Sicherheitsma\u00dfnahmen gew\u00e4hrleistet. Im Oktober 2020 waren wir beispielsweise bei einem Kunden, welcher viel Wert auf die Einhaltung der Maskenpflicht und der Sicherheitsabst\u00e4nde gelegt hat. Zudem ist bei den Kunden nur eine Minimalbesetzung an Mitarbeitern vor Ort gewesen. Teilweise waren wir nur zu zweit in einer riesigen Halle. Da hatte ich keinerlei Bedenken mich mit Corona zu infizieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Fabien<em>: <\/em>Die andere Seite ist ja auch die, wenn wir die Dienstreisen nicht gemacht h\u00e4tten, h\u00e4tte es bei den Kunden einen Stillstand der Simulatoren gegeben. Deshalb k\u00f6nnen wir froh sein, dass das so geklappt hat und wir grunds\u00e4tzlich nicht von Kurzarbeit betroffen waren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sarah<em>: <\/em>Was waren die Reaktionen von Freunden und \/ oder der Familie darauf, dass Ihr in dieser Zeit Dienstreisen durchf\u00fchrt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Matthias<em>: <\/em>Manche Firmen wurden komplett \u201eruntergefahren\u201c und alle Mitarbeiter nach Hause geschickt. Die Freunde oder Bekannte, die davon betroffen waren, haben dadurch nat\u00fcrlich auch pers\u00f6nliche Einschnitte erfahren und sind nicht mehr aus ihren Wohnungen heraus gekommen. Von diesen wird man entweder schief angesehen, wenn man erz\u00e4hlt, dass man in die Firma zum Arbeiten und auf Dienstreisen geht, oder man wird von diesen daf\u00fcr beneidet. Nat\u00fcrlich kommt es dabei auch auf die Branche an, ob die Mitarbeiter alles von zu Hause aus machen k\u00f6nnen oder, wie wir bei uns, eben nicht. Auch innerhalb der Familie ist es merkw\u00fcrdig, wenn ein Teil der Familie st\u00e4ndig von zu Hause aus isoliert arbeiten muss und der andere Kollegen- und Kundenkontakt hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sarah: Wie habt Ihr die Reisen empfunden? Wie habt Ihr euch dabei gef\u00fchlt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fabien<em>: <\/em>Ein bisschen ungewohnt war es nat\u00fcrlich schon. Bedenken oder ein schlechtes Gef\u00fchl hatte ich aber w\u00e4hrend der Reisen nicht. Es war interessant auf fast leeren Autobahnen unterwegs zu sein und Hallen bei Kunden zu sehen, in denen man beinahe alleine war.<\/p>\n\n\n\n<p>Matthias<em>: <\/em>Ich hatte auch kein schlechtes Gef\u00fchl, ich bin aber auch kein \u00fcbervorsichtiger Mensch. Zus\u00e4tzlich habe ich im n\u00e4heren Umfeld keine mir bekannten Risikopersonen. Es gab einfach Nachteile, die man auf Dienstreisen w\u00e4hrend Corona erfahren hat. In den Unterk\u00fcnften gab es beispielsweise kein Fr\u00fchst\u00fcck und man musste sich immer wieder dar\u00fcber informieren, wie viele Personen maximal in einem Auto mitfahren d\u00fcrfen oder welche Gesch\u00e4fte ge\u00f6ffnet haben. Die sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndernden beh\u00f6rdlichen Regelungen in den verschiedenen Bundesl\u00e4ndern haben f\u00fcr gef\u00fchlte Unsicherheit gesorgt und eine aufmerksame Informationsbeschaffung notwendig gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Fabien<em>: <\/em>Wenn man nirgends Essen gehen kann und kein Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel bekommt, ist das unangenehm, aber das war nichts, womit man nicht umgehen konnte. Dann wurde eben f\u00fcr sich und die Kollegen etwas beim B\u00e4cker oder im Supermarkt besorgt. Verhungert ist auf jeden Fall niemand.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sarah: Was hat die Firma unternommen, um Euch auf die Reisen vorzubereiten oder Euch dabei zu unterst\u00fctzen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Matthias<em>: <\/em>Die Firma hat sich um Schutzausr\u00fcstung, wie Masken und Desinfektionsmittel, gek\u00fcmmert. Zus\u00e4tzlich konnte man sich jederzeit \u00fcber den aktuellen Sachstand bei den Covid-Richtlinien im Intranet informieren, wo die Sachlage f\u00fcr uns aufbereitet wurde. Die Projektleiter haben die Abstimmung mit den Kunden organisiert und auch der Ressortleiter und die Abteilungsleiter waren immer erreichbar, auch am Wochenende, um beispielsweise rechtzeitig einen Corona Verdacht melden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Fabien: Vom Sekretariat wurden \u201eCare-Pakete\u201c mit solchen Utensilien zusammengestellt und den Mitarbeitern \u00fcberreicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sarah: Welche H\u00fcrden gab es bei der Durchf\u00fchrung? Bspw. mit Hotels, Beh\u00f6rden, etc. und welche Erfahrungen habt Ihr dabei gemacht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Matthias<em>: <\/em>Dass etwas \u00fcberhaupt nicht funktioniert hat, habe ich zum Gl\u00fcck nicht erlebt. Nat\u00fcrlich muss man sich auf andere Art und Weise organisieren, wenn beispielsweise Baum\u00e4rkte nicht offen haben, in denen man einfach mal schnell ein fehlendes Werkzeug kaufen kann. Dar\u00fcber muss man sich informieren, aber dann kann man auch damit gut umgehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Fabien: Es gab oftmals Unsicherheiten wegen der beh\u00f6rdlichen Beschr\u00e4nkungen, weil sich diese immer wieder ver\u00e4ndert haben und von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Matthias<em>: <\/em>Mitunter war das private Umfeld auch neidisch, wenn diese Bilder vom Abendessen mit einem Glas Rotwein in der Hand im Restaurant von uns bekommen haben, w\u00e4hrend in Bayern alle Gastst\u00e4tten geschlossen hatten. Aber insgesamt waren die H\u00fcrden auf den Dienstreisen f\u00fcr uns relativ gut zu bew\u00e4ltigen. So war zum Beispiel auch bei den Kunden immer jemand erreichbar und intern konnte man bei Fragen immer den Ressortleiter oder die Ansprechpartner der sogenannten \u201eCorona-Task-Force\u201c erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sarah: Was vermisst Ihr am meisten im Vergleich zu den Dienstreisen vor der Corona-Pandemie?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Matthias: Ich w\u00fcrde gerne mal wieder Dienstreisen zu Kunden im Rahmen von Projektarbeiten auch au\u00dferhalb Deutschlands machen. Ansonsten nerven die Maskenpflicht und die mangelnden Verpflegungsm\u00f6glichkeiten vor Ort am meisten.<\/p>\n\n\n\n<p>Fabien<em>: <\/em>W\u00e4hrend der Wartezeiten am Flughafen kann man kein Bier trinken, weil nichts offen hat \u2013 das hat mich schon ein wenig genervt.<\/p>\n\n\n\n<p>Matthias<em>:<\/em> Insgesamt habe ich aber nichts als furchtbar st\u00f6rend empfunden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sarah: Gibt es Dinge, die Ihr heute auf einer Dienstreise anders machen w\u00fcrdet, als Ihr es zu Beginn der Pandemie getan habt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Matthias<em>: <\/em>Man wei\u00df heute einfach besser, wie alles abl\u00e4uft und auf was man achten muss. Man muss sich im Vorfeld \u00fcber bestimmte Regelungen in den einzelnen Bundesl\u00e4ndern informieren und alternative L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten, beispielsweise bei geschlossenen Gesch\u00e4ften, zurechtlegen. Einmal sind wir w\u00e4hrend einer Dienstreise fast in eine handfeste Auseinandersetzung geraten, weil jemand seinen Kaffee in der Tankstelle am Tresen trinken und diesen nicht \u201eTo-Go\u201c mitnehmen wollte. Heute geht man mit der ganzen Situation einfach entspannter um.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sarah: Vielen Dank f\u00fcr Eure Zeit und Eure ehrliche Auskunft, Fabien und Matthias. Ihr habt uns spannende Einblicke in die Themen rund um Dienstreisen w\u00e4hrend der Corona-Pandemie und einigen hiermit verbundenen Herausforderungen gew\u00e4hrt. Wir hoffen, dass es bald wieder Dienstreisen nach Eurem Geschmack geben kann.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eNachgefragt\u201c: In diesem Format m\u00f6chten wir \u2013 Clarissa und Sarah aus dem Team Human Relations (HR) \u2013 die Belegschaft zu verschiedenen Themen interviewen, um ihre ehrliche Meinung einzuholen und Sachverhalte zu betrachten. 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